Die Bock Kältemaschinen GmbH engagiert sich im Bereich der
berufsschulischen Ausbildung mit speziellem Schulungskonzept.
Bis heute
gilt das in Deutschland praktizierte duale Ausbildungssystem mit einer Mischung
aus betrieblicher sowie schulischer Ausbildung international als Erfolgsmodell.
Gerade jener Mix aus Praxiserfahrung im Ausbildungsbetrieb sowie
theoretischem Unterricht in der Berufsschule sorgt seit Jahrzehnten für einen
qualifizierten Facharbeiternachwuchs.
In Zeiten immer komplexerer
Anlagentechnik, gleichzeitig knapperer Haushaltskassen der Berufsschulen sowie
immer engerer Terminpläne der Ausbildungsbetriebe, stößt das gewohnte System
jedoch an seine Grenzen.
Durch eine immer aufwändigere Anlagentechnik,
wie beispielsweise im Bereich energieeffizienter Antriebssysteme, fehlt es
Berufsschulen häufig an optimalen Einrichtungen zur Ausbildung ihrer Schüler.
„In zahlreichen Gesprächen mit Berufsschullehrern habe ich in den vergangenen
Jahren den Eindruck gewinnen können, dass gerade im Bereich der praxisnahen
Ausbildung unsere Berufsschulen sowohl durch fehlende Einrichtungen, aber auch
durch gestraffte Lehrstoffpläne nicht die Ausbildung bieten können, die sich die
Lehrer für ihre Auszubildenden wünschen. Basierend auf diesen Gesprächen mit
Lehrern haben wir ein speziell auf Berufsschüler ausgerichtetes Schulungskonzept
entwickelt.“ So beschreibt der bei der Bock Kältemaschinen GmbH zuständige
Schulungsleiter Peter Spies die 2007 gestartete Aktion.
Ein Konzept das
aufgeht. Bundesweit findet das Angebot bei Berufsschulen riesigen Zuspruch. So
auch bei der Berufsschule Lindau, die im kommenden Schuljahr über 110 Schüler im
Kälteanlagenbauerhandwerk ausbildet. Auch in der Vergangenheit waren des öfteren
Schulklassen bei Bock zu Besuch. Seit Bock jedoch das neue 2-tägige
Schulungskonzept anbietet, hat sich die Zusammenarbeit intensiviert.
„Nachdem Verdichtertechnik Teil des Lehrplans der Berufsschüler ist,
können wir mit einer Teilnahme an diesem Angebot von Bock unseren Schülern eine
praxisorientierte und fachlich fundierte Ausbildung in diesem Bereich bieten,
wie sie mit schulischen Einrichtungen nicht möglich wäre.“ zieht Dipl. Ing.
Günter Köhler, Lehrer an der Berufsschule Lindau, sein Fazit und fügt hinzu,
dass die Berufsschule Lindau bereits mit drei Klassen dieses in der Branche
bislang einmalige Angebot wahrgenommen hat.
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Seit langer Zeit bereits ist Verdichtertechnik Teil der
Lehrpläne, wurde tendenziell jedoch zumeist eher theoretisch behandelt. Ein
Sachverhalt, der zur Folge hatte, dass jungen Kälteanlagenbauern im Anschluß an
ihre Ausbildung auf Grund fehlender Erfahrung oft der Mut fehlte den Verdichter
im Schadensfall zu öffnen um die Fehlerursache in der Anlage zu analysieren.
Zumeist wurde der defekte Verdichter einfach ausgetauscht ohne den eigentlichen
Fehler in der Anlage zu suchen, der für den Verdichterausfall ausschlaggebend
war. In Folge dessen führt der unentdeckte Fehler in aller Regel nach einer
gewisser Zeit erneut zum Verdichterausfall.
Ein unbefriedigender
Sachverhalt, wie Schulungsleiter Peter Spies feststellt und sich in seinen
Seminaren praktisch als Anwalt des Verdichters für die Suche nach dem wahren
Schuldigen im Kältekreislauf einsetzt.
Gerade diese Fehlersuche und
praktische Übungen, die den Berufsschülern solche Berührungsängste mit dem
Verdichter nehmen sollen, kommen bei den Schülern sehr gut an.
So heben
auch die beiden Berufsschüler Jan Holleis (Fa. Elektro Kälte Klima Kaiser –
Piding) und Benjamin Paternoster (Fa. Kälte-Klima-Gastrotechnik Wanninger –
Eschlkam) den praktischen Teil des Seminars hervor, der ihnen besonders gut
gefallen hat.
Glaubt man ihrem Berufsschullehrer Günter Köhler, dann
steht das Praxisseminar bei seinen Schülern hoch im Kurs. An zwei Tagen
außerhalb des gewohnten Schul- oder Berufsalltags lernen die angehenden
Kälteanlagenbauer praktische Tip´s und Trick´s für die tägliche Arbeit bei Bock
von Schulungsleiter Peter Spies in seiner gewohnt mitreißenden und lockeren Art
und Weise.
Dass die Unterbringung der Berufsschulklassen dabei nicht in
Frickenhausen, sondern in der Jugendherberge Stuttgart erfolgt, kommt dem
Abendprogramm der Schüler nur zu gute und sorgt vielleicht nicht zuletzt dafür,
dass der Besuch bei Bock unter ihnen als Highlight des letzten Schuljahres
betrachtet wird.
Die Bock Kältemaschinen GmbH sieht mit diesem
Engagement im Bereich der berufsschulischen Ausbildung des
Kälteanlagenbauerhandwerks einen weiteren Baustein zur Förderung des Nachwuchses
in der Kälte- und Klimabranche. Bereits seit vielen Jahren bietet Bock jungen
Menschen mit zahlreichen Ausbildungs- und Studiengängen im Unternehmen den
Einstig in die Kälte-/Klimabranche an.
Mit einem Ergebnis, dass sich
sehen lässt – die Ausbildungsquote am Standort Frickenhausen beträgt rund 10
Prozent der Belegschaft.
Auch in der vor wenigen Monaten gegründeten
BFS/ESAK Stiftung engagiert sich das Unternehmen als einer der Stiftungsgründer
für die Aus- und Weiterbildung des Kälte-/Klima Nachwuchses.
„In der
Qualität des Nachwuchses steckt der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg unserer
Branche am Standort Deutschland“ begründet Bock Geschäftsführer Heinrich Reuß
die Motivation seines Unternehmens für dieses intensive Engagement im Bereich
der Aus- und Weiterbildung. |